Sonntag, 19. August 2012

Das dunkle Spiel - Die Gejagte


von Lisa J. Smith


Erschienen:
August 2012 im cbt Verlag

Seiten:
288 Seiten

Teil einer Serie?
1. Teil einer Trilogie





Um was geht es?

Die junge Jenny plant eine Geburtstagsparty für ihren Freund Tom. Um die Partygäste zu unterhalten entschließt sie sich einen Spieleabend zu veranstalten.
In einem etwas merkwürdigen Spieleladen wird sie bald fündig. Doch leider handelt es sich nicht um ein gewöhnliches und harmloses Brettspiel, sondern um einen Zeitvertreib, der die schlimmsten Albräume der Partygäste wahrwerden lässt.


Was denke ich darüber?

Das hätte so ein spannendes und gruseliges Buch werden können. Der Klappentext klang sehr viel versprechend, weswegen ich das Buch überhaupt erst gekauft habe. Leider hat Lisa Smith es nicht geschafft, die gute Idee in eine tolle Geschichte umzusetzen.

Des Schreibstil war recht flüssig, aber leider auch wenig fesselnd. Zu der Hauptperson Jenny konnte ich deshalb so gar keine Beziehung aufbauen, was es mir recht schwer gemacht hat, die Geschichte mit ihr mitzuerleben und mit zu fühlen.

Auch die Nebencharaktere waren für mich nicht wirklich greifbar und deshalb war mir ihr Schicksal recht egal.

Die Idee die Charaktere ihre schlimmsten Albträume durchleben zu lassen ist an sich ganz gut, aber meiner Meinung nach war die Umsetzung wirklich miserabel. Keine einzige Stelle, an der ich dachte: "Jetzt ist das Buch gerade so spannend, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen kann". Als die Autorin dann auch Außerirdische und dunkle Elfen eingebaut hat, war für mich die Geschichte komplett unglaubwürdig und vorbei.

Wirklich guter Nervenkitzel bedarf keiner übernatürlicher Wesen, wofür der Film "The Blair Witch Project" der beste Beweis ist. Ich hätte mir von dem Buch etwas in dieser Art gewünscht. Spannung und Gänsehaut, doch nichts davon ist eingetroffen. Am Schluss war ich recht froh, dass das Buch nicht mehr Seiten hat.

Was den männlichen Hauptcharakter Julien angeht, so muss ich sagen, er war mir viel zu klischeehaft. Anscheinend muss so ein männlicher Hauptdarsteller furchtbar gutaussehen und geheimnisvoll sein. Es bringt mich allerdings doch eher zum gähnen, wenn wieder mal der Böse so perfekt aussieht, aber einen so schlechten Charakter hat, dass die Gute nicht weiß, was sie tun soll. Liebt sie ihn oder soll sie sich fernhalten?! Die Besessenheit von Julien was Jenny angeht fand ich auch eher lau und nicht wirklich nachvollziehbar und hatte etwas von krankhaftem Stalking.

Von der "Das dunkle Spiel"-Serien gibt es noch zwei Bände, die zeitgleich mit dem ersten erschienen sind. Ob ich mir den zweiten Teil tatsächlich antun werde steht für mich nach diesem recht unterdurchschnittlichen ersten Teil jedoch noch in den Sternen.


Bewertung:

it was ok it was ok it was amazing it was amazing it was amazing

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen