Mittwoch, 3. Oktober 2012

Legend 01 (Fallender Himmel)

      

Legend 01 - Fallender Himmel
von Marie Lu

Erschienen:
September 2012 im Loewe Verlag

Seiten:
363 Seiten

Teil einer Serie?
Ja, 1. Teil einer Serie



Können aus erbitterten Feinden Freunde werden? Die junge June ist auf der Suche nach dem Mörder ihres Bruders. Sie ist überzeugt davon, dass es sich um den Rebell Day handeln muss, der ihr ihr einziges Familienmitglied genommen hat.

Doch als sie ihn endlich findet ist sie gezwungen eine Zeit mit ihm auf der Strasse zu verbringen und plötzlich kann sie sich nicht mehr sicher sein, was Wahrheit und was Lüge ist. Ein gefährliches Spiel gegen die einst von June geliebte Republik beginnt.



Um dieses Buch gab es ja einen riesigen Hype und auch ich habe an zahlreichen Gewinnspielen teilgenommen, um vielleicht etwas früher an das Buch heran zukommen. Aber leider habe ich mit sowas kein Glück.

Umso aufgeregter und gespanntr war ich, als das Buch endlich in den Handel kam und ich es mir selbst kaufen konnte.


Jemand hat mal gesagt, dass Bücher mit weißen Cover immer gut sein müssen. Bei diesem Buch stimmt das auf jeden Fall. Das Cover ist mit eine goldenen Beschriftung und dem Republik-Symbol wirklich schön und einfach gestaltet.



Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Man erkennt hier sehr gut, dass sowohl June als auch Day während des erwachsen werdens zum größten Teil auf sich alleine gestellt sind/waren. Beide haben eine gewisse Reife an sich, die auch etwas ältere Leser gut nachvollziehen lässt, wie die beiden sich fühlen und warum sie so handeln, wie sie es tun. Es ist auch schön mit zu erleben, dass beide nicht zu dummen und naiven Handlungen neigen, die mich schon in so machen Buch an den Rand eines Nervenzusammenbruchs getrieben haben.


Etwas geschreckt hat mich allerdings Thomas. Ich weiß nicht, was ich von einem Mann Mitte 20 halten soll, der so offensichtlich in eine 15-jährige verschossen ist. Das kommt mir irgendwie so gar nicht richtig vor.

 Der Schreibstil hat mir wirklich gut gefallen, denn das Buch lässt sich dank der lockeren und flüssigen Art, in der es geschrieben ist, sehr schnell lesen.

Marie Lu springt während der Erzählung immer wieder zwischen den Sichtweisen von June und Day hin und her, durch die man einen sehr guten Gesamtüberblick über die Handlungen und Gefühle der beiden Hauptprotagonisten bekommen kann.

Trotzdem muss ich sagen, ist des Marie Lu nicht zu 100% gelungen, die Sichtweise eine Jungen auch so rüberzubringen. Ich konnte kaum einen Untschied zwischen der Erzählweise von Day und June finden. Ich hätte mir hier gewünscht, das man mehr die "männliche" Sichtweise einfließen lässt. Day hat meiner Ansicht doch noch zuviel wie eine Frau gedacht.


Bei "Legend 01 - Fallender Himmel" handelt es sich (wie in letzter Zeit so häufig) um eine Dystopie. Da ich Dystopien wirklich gerne lese hat mir das aber nichts ausgemacht. Die Idee von Marie Lu war stellenweise sehr gut, allerdings alles in allem nicht unbedingt neu.

Wieder ein Junge und ein Mädchen, die auf zwei verschiedenen Seiten stehen und die sich durch einen Zufall besser kennen lernen. Und beide leben in einer Welt, die von einer korrupten und grausamen Republik beherrscht wird.

Man muss aber auch sagen, dass man das Rad nicht immer wieder neu erfinden kann und mir die Geschichte trotz des "schon-mal-gelesen" Faktors doch recht gut gefallen hat. Der lockere Schreibstil hat es nicht langweilig werden lassen.

Was mich etwas stört ist, dass es wieder der erste Teil zu einer Trilogie ist und das wir jetzt wieder geraume Zeit warten müssen, bevor wir herausfinden, wie es weitergeht. Obwohl ich schon irgendwie ahne, wie sich diese Geschichte entwickeln wird, bin ich doch gespannt und hoffe in der Fortsetzung auf die ein oder andere Überraschung.

Das Buch ist definitiv zu empfehlen auch wenn die Geschichte von der Grundidee nichts neues bietet.



really liked it really liked it really liked it really liked it really liked it

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen