Dienstag, 27. November 2012

Romeo für immer









                                 
 

Erschienen:
Oktober 2012 im Egmont INK Verlag

Seiten:
393 Seiten

Originaltitel:
Romeo Redeemed

Teil einer Serie?
Ja, 2. Teil der "Für immer Dilogie"



 Romeo ist zurück und bekommt eine zweite Chance auf ein besseres Leben. Der Haken: Er muss das Mädchen, das er im ersten Band töten sollte nun für sich gewinnen.

Binnen 3 Tagen muss Ariel sich in ihn verlieben, sonst droht nicht nur Romeo der Untergang, sondern auch der gesamten Welt.



 
 Die Grundidee von Stacey Jay für diese Bücher hat mir sehr gut gefallen und auch der erste Band "Julia für immer" hat mich durchaus überzeugt. Darum war es für mich klar, dass ich auf jeden Fall auch die Fortsetzung lesen werde.
 
 
 
 Das Cover dieses Buch gefällt mir zwar nicht ganz so gut, wie das des ersten Bandes, aber es ist trotzdem sehr hübsch und nicht zu überladen. Allerdings bin ich noch nicht dahinter gekommen, wen das Mädchen auf dem Cover darstellen soll.

 
Mit den Charakteren in diesem Buch hatte ich wirklich meine Probleme. Anfangs war ich eigentlich sehr von Ariel begeistert, denn sie machte einen starken Eindruck auf mich. Sie schien eher realistisch und vorsichtig und nicht naiv zu sein. Leider wurde sie zunehmend anstrengender. Ihre Gefühlsschwankungen haben es für mich schwer gemacht ihr zu folgen.

Romeo war für mich aber am schlimmsten. Viel zu gefühlsbetont, viel zu egozentrisch und viel zu wehleidig. Man hat deutlich gemerkt, dass das Buch von einer Frau geschrieben wurde und sie irgendwie versucht hat Romeos Gefühle zu sehr aus weiblicher Sicht dazustellen. Sicherlich ist Romeo ein gefühlvoller Charakter, aber ich hatte an einigen Stellen das Gefühl, der Gute hat mehr Östrogen im Körper als ich.

Der Schreibstil war für mich doch stellenweise sehr verwirrend und anstrengend. Besonders die Passagen, in denen sich Ariel und Romeo ständig Komplimente hin und her schieben ist mir sehr negativ aufgefallen.

Immer wieder wird wiederholt, wie schuldig sich Romeo fühlt. Wenn man ständig diese "ich-will-sie, aber-ich-bin-schlecht-für-sie-Stellen" lesen muss, dann geht einem das schon nach einer Weile auf den Wecker.

Auch hatte ich zwischendrin öfters keine Ahnung mehr, von was Stacey Jay da eigentlich schreibt, die Sache mit den Zeiten, den Botschaftern und Söldnern konnte mir irgendwie zu keinem Zeitpunkt vollkommen verständlich rüber gebracht werden.

Die Handlung dieses Buches war für mich manchmal sehr verwirrend. Da es zu Beginn der Erzählung keine richtigen Rückblenden gibt ist es schwer mitzukommen und richtig in das Buch einzusteigen.

Jedes Mal, wenn ich gedacht habe, ich wüsste um was es geht hat mich Stacey Jay wieder verwirrt. Die Zwischenspiele, in denen Julia auftaucht ergeben für mich kaum Sinn, denn am Ende des ersten Teils ist Julia doch mit Ben glücklich in ihren gemeinsamen Sonnenuntergang geritten. Warum ist sie denn auf einmal wieder in der Gruft gefangen?

An vielen Stellen hatte ich wirklich überlegt, das Buch abzubrechen, da es nicht vorwärts zu gehen schien. Romeo verrennt sich stellenweise in seinen Gedanken und man bekommt immer und immer wieder vorgekaut, wie schlecht er sich fühlt.

Das Ende fand ich recht gestelzt und erzwungen. Für mich hatte es keine Spannung und auch keine wirkliche Emotion. Alles war zu sentimental und viel zu kitschig für mich. Ich war wirklich froh, als ich das Buch beendet hatte und weglegen konnte.

Alles in allem hat mich "Romeo für immer" gar nicht überzeugen können. Weder Charaktere noch die Handlung haben mich gefesselt. Für mich leider keine gelungene Fortsetzung.





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