Mittwoch, 5. Dezember 2012

Dancing Jax





 
 
Erschienen:
 
September 2012 bei Script 5
 
Seiten:
 
544 Seiten, Klappenbroschur
 
Teil einer Serie?
 
Ja, der erste Teil einer Trilogie





Felixstowe ist eine ruhige und verschlafene Stadt an der Südostküste Englands, doch innerhalb nur einer Woche wird das Leben des Stadtbewohner komplett auf den Kopf gestellt, als eine Buch aus einem geheimnisvollen Geisterhaus auftaucht.

Plötzlich verhalten sich viele Bürger merkwürdig und scheinen wie besessen von diesem Buch zu sein.

Als auch sein Stiefsohn Paul von "Dancing Jax" in seinen Bann gezogen wird, ist dem Mathelehrer Martin Baxter schnell klar, dass er etwas unternehmen muss. Aber was?




Ein Buch über ein Buch. Das hat mich sofort fasziniert und neugierig gemacht. Der Klappentext klang auch sehr viel versprechend und so habe ich mich freudig gespannt auf dieses Buch gestürzt.

Bisher habe ich mich etwas um diese Rezension gedrückt, weil ich einfach nicht weiß, was ich von dem Buch halten soll.

Einerseits war die Geschichte an sich schon ganz gut, aber irgendwie hat mir bei diesem Buch das gewisse Etwas gefehlt. Es konnte mich einfach nicht einfangen.



Ich finde das Cover wirklich gut gemacht. Es hat mich sofort angesprochen und vermittelt auf den ersten Blick eine Art Gefahr und Spannung. Im Laufe der Geschichte wird dem Leser dann auch immer klarer, was das Covermotiv mit der Geschichte zu tun hat.



Was den Schreibstil angeht hatte ich doch durchaus meine Probleme am Anfang. Denn besonders im ersten Kapitel ist die Ausdrucksweise der Charaktere eher derb und alles andere als very british.

Während der Geschichte wird die Handlung aus verschiedenen Sichtweisen erzählt. Das ist natürlich auf der einen Seite durchaus positiv, weil man einen guten Rundumblick über die Gefühle und Gedanken der Charaktere hat, aber von Zeit zu Zeit wird es etwas verwirrend und anstrengend den Überblick zu behalten, wer den jetzt die Handlung erlebt.

In einigen Kapiteln gibt es immer wieder Zwischensequenzen, in denen Seiten aus "Dancing Jacks" abgedruckt sind. Es ist eine nette Abwechslung, denn so erfährt man etwas über das "Alter-Ego" der jeweiligen Charaktere, aber ich muss gestehen, manchmal wurde es mir doch sehr langwierig und hat die Story nur unnötig in die Länge gezogen.



Was die Charaktere dieses Buches angeht bin ich etwas zwiegespalten. So hat mir zum Beispiel der Lehrer Martin Baxter von Anfang an sehr gut gefallen, da er selbstbewusst ist und einen Hang zum Sarkasmus hat. Er ist eine Person, die in den meisten Fällen einen kühlen Kopf bewahrt und als Protagonist sehr greifbar ist.

Der Hofstaat des Ismus hingegen hat mich doch des öfteren zum Kopfschütteln gebracht. Mir ist durchaus bewusst, dass diese Personen von dem Buch besessen sind, aber an einigen Stellen habe ich mich wirklich gefragt, ob da nicht noch irgendwelche Drogen im Spiel sind. Diese Personen blieben für mich während des Buches eher nebulös und schwammig. Keine auffallende Charaktereigenschaften und leider austauschbar.


Die Grundidee der Handlung ist zwar nicht unbedingt neu; ich finde es aber immer toll und spannend, wenn es in Büchern um Bücher geht. Doch irgendwie war ich während des Lesen ab und an dann doch versucht das Buch einfach weg zu legen. An einigen Stellen hat sich die Handlung so gezogen, dass ich überlegt habe zwischendurch einfach ein paar Seiten zu überspringen.
 
Robin Jarvis hat sich auf jeden Fall Mühe gegeben der Geschichte und seinen Charakteren Leben einzuhauchen und man findet im Buch auch immer wieder liebevolle Details, doch wirklich berührt hat mich die Geschichte nicht.
 
Manchmal hatte ich den Eindruck über eine ähnliche Handlung schon mal einen Film gesehen zu haben und so war für mich auch die Story an vielen Stellen vorhersehbar und deswegen wenig spannend.
 
Ich fand es schon sehr gut, dass früh in der Handlung eine gewisse Action auf Grund des Unglücks stattfand, aber die Dynamik, die daraus hätte resultieren können wurde nicht mit in die restliche Handlung übernommen.
 
An einigen Stellen habe ich mich dann auch tatsächlich gefragt, ob der Autor die Handlungen der Charaktere gewollt übertrieben hat oder ob ihm einfach die Ideen ausgegangen sind. Denn da war doch die ein oder andere Szene, bei der ich wirklich dachte: "Sind die jetzt vollkommen irre?".
 
Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob ich den zweiten Teil lesen werde, denn ich bin mir nicht sicher, ob die Fortsetzung irgendwelche neuen Ideen enthalten wird.
 
Alles in allem ist die Geschichte etwas anstrengend und durchgeknallt. Wer auf solche Bücher steht ist mit "Dancing Jax" auf jedenfall gut bedient.



Kommentare:

  1. Ich kann dir fast in jedem Punkt zustimmen! Als könntest du meine Gedanken lesen :D Ich werde heute auch noch meine Rezension zum Buch veröffentlichen und du wirst sehen, dass ich eigentlich überall deiner Meinung bin. Ich hab mich echt wie ein Außenseiter gefühlt, weil alle anderen das Buch ja sooo toll fanden und nichts auszusetzen hatten und blablabla.
    Ich bin jetzt bei dir Leserin geworden, dein Blog ist echt schön (:

    Liebe Grüße ♥

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    1. Danke für den lieben Kommentar.

      Ist mir auch schon oft so gegangen, dass andere ein Buch total gt fanden und ich mich nur gefragt habe, ob wir das selbe Buch gelesen haben. Bei Allie Condie "Die Auswahl" war es auch so.

      Bin schon sehr auf deine Rezi gespannt.

      LG
      Sabrina

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    2. Genau das ist es! Ich kann so oft anderen Rezensionen wirklich ÜBERHAUPT nicht zustimmen und weiß nicht, wie man auf so etwas kommen kann. Wie bei diesem Buch ist die Rede von "einer rasanten Handlung, die durchgehend spannend bleibt". Hab ich vielleicht eine andere Ausgabe? Geschmackssache ist das eine, aber so was...
      Danke übrigens für die Aufnahme in deiner Blog-Liste! ♥

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  2. Hi Sabrina!

    Ich hab dir etwas mitgebracht:

    http://our-storytime.blogspot.de/2012/12/news-wir-haben-einen-award-bekommen.html

    Eigentlich wollte ich Dancing Jax auch lesen, aber du bist jetzt schon die zweite Person, die es ein wenig langatmig und nicht immer gut umgesetzt fand. Schwierig, aber ich denke, ich werde jetzt erstmal andere Bücher vorziehen.

    LG,
    Izzy

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