Donnerstag, 31. Januar 2013

Türkisgrüner Winter






Erschienen:
Oktober  2012 im Schandtaten Verlag


Seiten:
359 Seiten als e-Book


Teil einer Serie?
Ja, 2. Teil einer Dilogie (bisher)
 




Elyas und Emely sind zurück. Doch Elyas hat sich verändert. War er noch bis vor kurzem nicht von Emelys Seite weg zu denken, zieht er sich nun von ihr zurück. Als dann schließlich auch noch ein brisantes Geheimnis ans Licht kommt scheint es für Emely und Elyas keine Zukunft mehr zu geben. Gelingt es den beiden doch noch ihr Happy End zu finden und die Schatten der Vergangenheit zu überwinden?
 
"Kirschroter Sommer" hat mich begeistert und berührt, deshalb war für mich klar, dass ich unbedingt auch den Nachfolger lesen werde. Ich wollte unbedingt wissen, wie es mit Emely und Elyas weitergeht. Umso mehr hat mich gefreut, dass ich die Fortsetzung gleich im Anschluss an "Kirschroter Sommer" lesen konnte.



Das Cover hat mir auch bei diesem Band gut gefallen. Wie schon beim ersten Teil ist es schlicht gehalten und verrät auch hier wieder nichts über die eigentliche Handlung.
 
 
 
Die Charaktere haben mir ja im ersten Band schon sehr gefallen und auch in diesem Band hat es die Autorin wieder geschafft Emely, Elyas und Co. wieder ihre ganz persönliche Note zu verleihen.
Was mich sehr gefreut hat, ist das Alex in diesem Band sehr viel ruhiger und zurückhaltender ist. Hat mich im ersten Band noch gestört, dass sie doch sehr egozentrisch ist, so scheint sie sich diesmal wirklich mehr auf ihre Freunde und Familie zu konzentrieren. Das fand ich durchaus erfreulich.

Emely und Elyas haben ihre jeweiligen Charakterzüge recht gut bebehalten, allerdings haben mir stellenweise Emelys freche Sprüche gefehlt, die ich im ersten Band doch sehr abwechslungsreich, lustig und erfrischend fand.
Auch sehr schön fand ich, dass man einen besseren Einblick in Elyas Freundeskreis bekommen hat und die alten Bekannten aus dem ersten Teil wiedergetroffen hat.

 
Der Schreibstil ist genau wie schon im ersten Teil flüssig und leicht zu lesen. Carina Bartsch schafft hat es auch diesmal geschafft mich durch ihre Worte und die Geschichte sehr zu berühren und mich fasziniert.
 
Die Handlung schließt fast unmittelbar an die des ersten Teils an. Was ich sehr schön finde, ist das sich die Autorin ihre ganz besondere Art ausgedacht hat, um dem Leser einen kleinen Rückblick auf die Vergangenheit von Emely und Elyas zu geben. Das habe ich so bisher auch noch in keinem Buch erlebt und es deshalb sehr gelungen.
Wieder wird die Geschichte aus Emelys Sichtweise erzählt. Und wieder scheint Emely einfach nicht lange glücklich bleiben zu dürfen. Die Gefühle, die sie während der Erzählung durchlebt haben mich sehr berührt und ich habe mich so gut in sie hineinversetzten können, dass es mich fast schon erschreckt hat.
Zwischendurch hat mir Emely so unendlich leid getan, denn ich glaube, dass schon mal fast jeder in einer ähnlichen Situtation war und mit Liebeskummer umgehen musste. Trotz all dem Schmerz und dem Gefühlschaos musste ich besonders während der ersten Kapitel doch sehr lachen, denn Carina Bartsch hat es wirklich geschafft, dass ich eine sturzbetrunkene und lallende Emely vor mir sehe. Die sonst so starke und reife Emely mal von einer anderen Seite zu erleben hat bei mir für viele Lacher gesorgt und mir Emely (wenn überhaupt möglich) noch sympathischer gemacht.
Der Schluss kam mir etwas zu plötzlich und zu unerwartet. Ich hätte sehr gerne noch ein paar Tage länger mit Emely und Elyas verbracht, um zu sehen, wie die beiden sich in ihrer neuen Zukunft zurecht finden.
Alles in allem handelt es sich bei "Türkisgrüner Winter" aber um einen sehr gelungen Nachfolger. Ich hoffe inständig, dass wir noch mehr über Elyas und Emely lesen dürfen, denn ich bin sicher, dass die Geschichte der beiden noch nicht zu Ende erzählt ist.
 
Cover: 5/5
Charaktere:  5/5
Schreibstil:   5/5
Handlung: 4/5


Mittwoch, 30. Januar 2013

Neuzugänge-Mittwoch #1 / 2013




endlich nach langer Zeit habe ich mal wieder einen Neuzugänge-Mittwoch für euch. Obwohl es mir sehr gefallen ist, habe ich bisher durchgehalten und keines der neuen tollen Bücher gekauft, die es seit Januar gibt. Bis jetzt ...
 
Hier sind also meine ersten Neuzugänge in diesem Jahr:
 
 
Das Geheimnis der Totenstadt von Rolf Dieckmann
 
Das Buch steht schon so lange auf meiner Wunschliste und endlich darf ich es mein Eigen nennen. Der Klappentext klang auf jeden Fall schon mal sehr spannend. Ich hoffe also auf das Beste.

 
 
Extraleben von Constantin Gillies
(c) CWS-Verlag
 
 
Nachdem ich "Ready Player One" von Ernest Cline habe (und davon komplett begeistert war), dachte ich, das es schön wäre ein ähnliches Buch zu lesen und bin so auf "Extraleben" gestoßen. Mal sehn, ob es mithalten kann.
 

The Weepers (... und sie werden dich finden) - Susanne Winnacker
(c) Heyne Verlag
 
 
Das Cover und der Klappentext klangen sehr fesselnd und haben doch einiges an Spannung versprochen. Darum bin ich doch mal sehr gespannt auf diese Reihe.




Night School (Du darfst keinem trauen) von C. J. Daughtry
(c) Oetinger Verlag

Ich hatte mir eigentlich vorgenommen nicht mehr so viele Reihen zu lesen, aber irgendwie scheine ich doch nicht drum herum zu kommen. Die House of Night Reihe hat mir ganz gut gefallen. Mal schauen, in wieweit die Night School Reihe mithalten kann.



Abaton (vom Ende der Angst) von Christian Jeltsch und Olaf Kraemer
(c) mixtvision Verlag
 
 
Auch ein Buch, das schon länger auf meiner Wunschliste steht. Da das e-Book doch recht günstig war, drufte es jetzt endlich bei mir einziehen.
 
 
So, das war es für diese Woche von meinen Neuzugängen.
 
Welche Bücher stehen schon lange auf eurer Wunschliste?
 
 
 
Bis zum nächsten Mal
 
Tschuss

Montag, 28. Januar 2013

Kirschroter Sommer







Erschienen:
Dezember 2011 im Schandtaten Verlag


Seiten:
398 Seiten als e-Book


Teil einer Serie?
 Ja, 1. Teil einer Dilogie (bisher)








Emely führt eigentlich ein angenehmes Studentenleben in Berlin. Als dann auch noch ihre beste Freundin Alex ebenfalls nach Berlin zieht scheint alles perfekt zu sein. Leider hat Emely nicht damit gerechnet, dass ihre Alex ausgerechnet zu ihrem Bruder Elyas zieht, den Emely nicht nur über alles verabscheut, sondern mit dem sie auch eine gemeinsame Vergangenheit verbindet.





Ich habe schon sehr viel Gutes über das Buch gehört und war sehr neugierig.Und nach all den Dystopien, die ich in letzter Zeit gelesen habe, war mir doch eindeutig nach einem anderen Thema.



Das Cover hat mir sehr gut gefallen. Das Cover ist relativ schlicht gehalten ohne auf mich langweilig zu sein. Das Cover strahlt eine gewisse Ruhe aus, die mich durchaus in ihren Bann ziehen konnte.



Emely hat mir als Charakter sehr gut gefallen. Sie strahlt eine gewissen Reife und Stärke aus, die mich überzeugen konnte. Ich habe auch einige meiner Charaktereigenschaften in ihr wiedergefunden, was es mir sehr leicht gemacht haben, mit ihr mitzufühlen und nachzuvollziehen, warum sie so denkt und handelt, wie sie es tut.


Zusätzlich handelt es sich bei Emely nicht um eine dusslig grinsende Verliebte, die außer ihren Schwarm an zu himmeln nichts gebacken bekommt. Sie ist vorsichtig und vertraut nicht blind dem, was der Kerl so von sich gibt. Das macht für mich hier Handeln sehr realitätsnah.
 
 
Etwas anstrengend fand ich sie dann aber gegen Ende des Buches, als für mich Elyas Gefühle doch sehr eindeutig waren, ihm das Leben schwerer gemacht hat, als es vielleicht notwendig gewesen wäre.
 
 
Auch ich war beim Lesen sehr auf der Hut vor Elyas. Er hatte zu Beginn eine Art an sich, die für mich sofort klar machte, dass er versucht ein Spiel aus dem Flirt mit Emely zu machen und nichts Gutes im Schilde führt. Gegen Ende hatte ich aber großes Mitleid mit ihm, denn seine Absichten hatten sich deutlich geändert und ich habe ihm durchaus Glauben geschenkt, dass er das, was er sagt ernst meint. Ich konnte wirklich mit ihm mitfühlen und muss sagen, es nötigt mir große Bewunderung ab, dass er nicht aufgegeben hat und weiter um Emely gekämpft hat.

 
Was Emelys beste Freundin Alex angeht bin ich zwiegespalten. Zu Beginn des Buches ist sie mir tierisch auf den Keks gegangen. Wäre es meine beste Freundin, die sich mir gegenüber so rücksichtslos verhält, wären wir nicht mehr lange befreundet geblieben. Alex macht anfangs einen sehr egozentrischen Eindruck und scheint sich so gar nicht für die Gefühle ihrer besten Freundin zu interessieren. Das hat mich etwas aufgeregt. In der zweiten Hälfte des Buches wurde sie mir etwas sympathischer, aber sie war für meinen Geschmack immer noch viel zu sehr von sich selbst eingenommen.

 
Die restlichen Charaktere sind mit viel Liebe zum Details beschreiben und haben zum größten Teil sehr sympathische Züge an sich. Es ist immer spannend den Freundeskreis der Protagonisten kenne zu lernen, denn auch so kann man einen besseren Eindruck des jeweiligen Charakters bekommen.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Er war locken und leicht zu lesen und trotzdem so emotional, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen wollte.
 
 
Es geht in "Kirschroter Sommer" weniger um Action, dafür aber umso mehr um die emotionale Spannung zwischen Emely und Elyas.


Was die Handlung betrifft war ich sehr überrascht, denn das Buch hat es geschafft mich schon auf den ersten Seiten in seinen Bann zu ziehen. Ich war so gespannt, was als nächstes passieren wird, dass es mir jeden Abend schwer gefallen ist, das Buch wieder aus der Hand zu legen. Zusammen mit Emely und Elyas bin ich auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle gegangen, die mich nicht so schnell wieder losgelassen hat.
 
 
Die Grundidee der Geschichte finde ich wirklich toll und zumindest zum größten Teil sehr realistisch. Auch die Umsetzung hat mir sehr gut gefallen, denn ich konnte richtig mit den beiden Protagonisten mitfiebern und habe mehr als einmal sehr gelacht oder erschrocken nach Luft geschnappt.
 
Leider war die Geschichte zum Teil etwas sehr vorhersehbar und ich wusste schon sehr für in der Geschichte, wer hinter dem geheimnisvollen Luca steckt. Damit war auch das offene Ende für mich doch sehr ergreifend. Ich bin wirklich froh, dass ich die Möglichkeit hatte sofort im Anschluss die Fortsetzung zu lesen, um zu wissen, wie es mit Elyas und Emely weitergeht.
 
Ein wirklich tolles und fesselndes Buch, das ich wirklich nur weiterempfehlen kann.



Cover: 5/5
Charaktere: 4/5
Schreibstil: 5/5
Handlung: 4/5



Freitag, 25. Januar 2013

Casual Friday 04/2013





Note für diese Woche:   4

Song der Woche: "Der Tag" von Die Ärzte



FREITAG!! Endlich Freitag!! Die Woche ist  so gut wie vorbei und ich bin mehr als froh darum. Denn für mich hatte es diese Woche (besonders gesundheitlich) in sich. Auch auf der Arbeit lief es nicht ganz so rund.

Der Montag hatte ja noch einigermaßen gut begonnen, da ich nach einem sehr lustigen und entspannten Treffen mit einer sehr guten Freundin noch in Hochstimmung war. Ganz besonders, da wir zusammen ihre Hochzeit etwas besprochen haben, auf der ich (Achtung Trommelwirbel!) als Trauzeugin anwesend sein darf.

Leider hat diese Hochstimmung sich am Dienstag schon wieder verflüchtigt, nachdem auf der Arbeit einiges eher unrund in der Abteilung lief. Aber da bleibt einem ja nichts anderes übrig, als Augen zu und durch, denn von irgendwas muss Frau ja schließlich ihre Miete bezahlen.

Der Mittwoch begann dann mit tierischen Kopfschmerzen, die im Laufe des Tages immer schlimmer wurden und durch die nicht ganz positive Stimmung auf der Arbeit auch nicht wirklich besser geworden sind. Das Ganze hat dann dazugeführt, dass ich Mittwochabend schon sehr früh im Bett lag und nichts und niemanden mehr sehen und / oder hören wollte. Das schien nur leider meinen Nachbarn von unten drunter recht egal zu sein, denn um ca. halb zehn hat man dann fleißig Türen aufgerissen und lautstark zugemacht, was ich natürlich alles in meinem Schlafzimmer mitbekommen habe. So viel dann zum Thema Ruhe gegen Kopfschmerzen.

So wie der Mittwoch geendet hat begann dann auch der Donnerstag. Mit einem Kopf so groß wie eine Wassermelone. Und ich war heilfroh, als ich dann endlich abends nach der Arbeit in meinem Bett lag. Und Ruhe herrschte.

Zumindest hat sich aber mein Kollege mühe gegeben meine Kollegin und mich am Mittwoch zu unterhalten. Denn irgendetwas stimmt mit seinem Telefon nicht. Der Lautsprecher ließ sich einfach nicht mehr abstellen, was ihn dazu veranlasst hat, gute zwei Stunden sämtliche Knöpfe und Tasten an diesem Telefon zu drücken. Irgendwann habe ich mich dann in sein Büro gesetzt und mir das ganze Schauspiel aus der Nähe angeschaut, was wirklich unterhaltsam war. Als sich dann auch noch meine Kollegin dazu gesellte hatte es etwas von den beiden alten von der Muppet Show, die immer auf dem Balkon sitzen und Sprüche klopfen.

Irgendwann hatte meine Kollegin erbarmen mit ihm und gab ihm das Handbuch für sein Telefon, in dem er dann tatsächlich im Index nachgeschaut hat, ob er unter E - wie Endlösung das Problem in den Griff bekommen könnte. Ich muss ja nicht erwähnen, dass das nicht geklappt hat.

Schlussendlich hat er dann einen unserer Techniker gebeten, sich das Ganze mal anzuschauen. Und was soll ich sagen: nach 5 Minuten ging alles wieder. Der Grund: Dreck!
Etwas eklig, aber zumindest war die Vorstellung auf jeden Fall sehenswert und hat durchaus meine Woche gerettet.

Ich hoffe sehr, dass die nächste Woche etwas besser wird und ich mich nicht mehr so viel ärgern muss.



Ich wünsche euch allen ein schönes und entspanntes Wochenende.
 
Tschuss

Freitag, 18. Januar 2013

Casual Friday 03/2013



Note für diese Woche: 2-3

Song der Woche: "Augenbling" von Seeed


Endlich Freitag!!! Ihr Lieben, das war vielleicht eine Woche. Für mich das Schlimmste zuerst: "Die Ferien sind vorbei und die Schüler sind wieder los!" Versteht mich nicht falsch, aber wenn man berufstätig ist und im Gegensatz zu vielen Schülern kaum freie Tage hat, dann kann es einem schon mal gehörig auf den Senkel gehen, wenn man total übermüdet sich seinen Weg zum Bus freikämpfen muss. Vorbei an sich laut unterhaltenden, immer im Weg stehenden, pöbelnden Schülern druchdrängeln. Im Bus bekommt man dann nur schwer einen Platz, auf dem Weg zu Bahnhof wird man regelmäßig von Jugendlichen auf nicht beleuchteten Fahrrädern umgerannt oder von einer Horde kreischender Mädels über den Haufen gerannt. Ich hoffe, ihr könnte nachvollziehen, dass da die Ferienzeit wirklich sehr entspannend ist, selbst wenn man arbeiten muss.

Und so ist mir tatsächlich auch aufgefallen, wie mir am Montag morgen (bei ca. -5 Grad) zwei Mädels entgegen kamen auf dem Weg zur Schule. Beide nur mit Sweatern bekleidet. Keine Jacken, keine Schals, keine Mützen. Den beiden muss schweinekalt gewesen sein, so wie die aussahen. Ich kann das nu wirklich nicht nachvollziehen. Ich meine, ich bin die Letzte, die sich darüber freut in ihrer dicken Daunenjacke auszusehen, wie ein dicker, fetter, schwarzer Eisbär, aber zumindest hält mich die Jacke warm. Was läuft denn da falsch?

Am Dienstag früh wurde ich dann ausnahmsweise nicht fast von einem Schüler überfahren, sondern von einem Mann auf dem Fahrrad (natürlich auch ohne Licht), der so damit beschäftigt war seinen Kaffee to go zu trinken, dass er anscheinend nichts und niemanden um sich herum wahrgenommen hat.

Das es eine Menge neugieriger Menschen auf dieser Welt gibt ist mir durchaus bekannt, aber ich bin immer wieder davon überrascht, welche abstrakten Formen diese Neugier alles annehmen kann. So war ich am Samstag Abend zum Beispiel auf dem Weg zum allwöchentlichen Familienabendessen bei meinen Eltern, als vor mir in der Stadt ein Feuerwehrauto an mir vorbeifuhr und versuchte rückwärts aus einer engen Straßer herauszukommen. Nun muss ich auch dazu sagen, dass dieses Auto weder Blaulicht noch Martinshorn anhatten, doch offenbar reichte die pure Anweisenheit dieses mysteriösen Fahrzeuges, um einen etwas älteren Herren aus seinem Haus zu locken. Da der Gute anscheinend Angst hatte, etwas wirklich gravierendes zu verpassen stand er also tatsächlich bei Minusgraden in T-Shirt, Shorts und Schuhbarfuß vor seiner Tür. Ist das denn zu fassen? Da holt man sich also anscheinend lieber eine Lungenentzündung, als vielleicht etwas zu verpassen. Das ist doch nicht zu glauben.

Zu guter Letzt habe ich mich diese Woche auch wieder gewundert, auf welch kreative Art und Weise man sich ausdrücken kann, wenn einem anscheinend langweilig ist.

So stellte mir mein Kollege gestern einen etwas gewöhnungsbedürftigen kleinen Schneemann auf den Schreibtisch. Ich war mir ehrlich nicht ganz sicher, ob ich dass goldig finden oder mich davor gruseln sollte. Was sagt ihr dazu?





So, da ich auch diese Woche irgendwie nicht genug Schlaf bekommen habe (fragt mich bitte nicht warum, denn ich weiß es auch nicht!), werde ich wohl zusehen, dass ich die fehlenden Stunden am Wochenende nachholen kann.

Ich wünsche euch ein schönes und entspanntes Wochenende!
Tschuss

Dienstag, 15. Januar 2013

Weeks after Christmas

 
die liebe Vicky von Vickys Welt hat mich getaggt und dazu kann ich einfach nicht nein sagen.
 
Hier also ihre Fragen zum Thema:
 
Weeks after christmas
 
 
 
1. Jetzt ist die Weihnachtszeit vorbei. Bist du erleichtert oder traurig?
 
Da ich ja zur Weihnachtszeit immer zum Grinch mutiere bin ich schon sehr erleichtert, dass diese Zeit vorbei ist. Ich liebe es wirklich Zeit mit meiner Familie zu verbringen, aber leider ist Weihnachten zu einer solchen Konsumveranstaltung verkommen, dass mir der ganze vorweihnachtliche Stress gar nicht fehlt.

 
 
2. Bereust du es, dass du irgendetwas nicht zur Weihnachtszeit gemacht hast?
 
Eigentlich nicht. Ich habe Plätzchen mit meiner Cousine gebacken und Zeit mit meiner Familie verbracht. Ich wollte zwar noch auf den Weihnachtsmarkt in Heidelberg, was ich leider nicht geschafft habe, aber ich bereue nicht, dass ich nicht da war. Es gibt ja auch noch das nächste Weihnachten, da kann ich das dann nachholen.


 
 
3. Hast du immernoch Weihnachtsdeko rumstehen?
 
Ich sollte eigentlich ein dickes rotes Kreuz in den Kalender machen, denn ich habe es tatsächlich geschafft meinen improvisierten Adventskranz wegzuräumen. Das ist wirklich gut. Im letzten Jahr habe ich ihn erst gegen Ostern weggeräumt. Daher habe ich auch so gut wie keine Weihnachtsdeko. Da mein Baum schon sehr früh angefangen hat zu nadeln ist er auch schon am 27.12. rausgeflogen.


 
4. Gibt es einen weihnachtlichen Song, den du immer noch hörst?
 
Nein, gar nicht. Die weihnachtlichen Lieder, die ich höre, spiele ich tatsächlich auch nur in der Weihnachtszeit ab. Mit vielen verbinde ich eine bestimmte Erinnerung oder ein Gefühl, dass in diese Zeit gehört und darum höre ich diese Musik auch nur im Dezember.

 
 
5. Sind bei dir noch Plätzchen übrig oder sind sie auf "mysteriöse" Art verschwunden?
 
Ich habe tatsächlich noch ein paar Plätzchen übrig, aber die sind gut verpackt und können auch immer noch gegessen werde. Aber viele sind es nicht mehr. Die waren auch einfach zu lecker.

 
 
6. Organisiert sein ist ja nicht schlecht: Was hast du dir für nächstes Weihnachten vorgenommen?
 
Ehrlich gesagt gar nichts. Ich bin viel zu chaotisch und verpeilt, als dass ich meine Vorsätze bis Dezember beibehalten könnte. Das hat bisher noch nie geklappt. Auch dieses Jahr wird es wieder chaotisch und stressig. Das weiß ich jetzt schon.

 
 
7. Last but not least: Musstest du Geschenke umtauschen oder zurückbringen?
 
Glücklichweise nicht. Meine Familie und meine Freunden kennen mich so gut, dass sie genau wissen, was mir gefällt und was nicht. Darum muss ich weder etwas zurückbringen oder umtauschen. Was ein Glück für mich.
 
 
 
 
 Und wie ist es bei euch? Wie sehen bei euch die Wochen nach Weihnachten aus?
 
 
 Ich wünsche euch noch eine schöne Restwoche
 
Tschuss
 
 
 

Freitag, 11. Januar 2013

Casual Friday 02/2013




Note für diese Woche:  3

Song der Woche: "Es war nicht alles schlecht" von Jennifer Rostock


Wie gut, dass endlich Freitag ist. Es ist unglaublich. Da ist das Jahr gerade mal zwei Wochen alt und ich bin schon wieder urlaubsreif. Ich kann euch gar nicht sagen, woran es genau liegt, aber ich könnte den ganzen Tag schlafen. Kennt ihr das auch? Ich schätze, dass liegt unter anderem an diesem grauen und nassen Wetter, das bei uns herrscht.

Die Woche war recht stressig und irgendwie scheint manchen Menschen auch erst zu Beginn dieser Woche bewusst geworden zu sein, dass mittlerweile ein neues Jahr begonnen hat. Na, wer hätte aber auch damit rechnen können?! Das sind dann auch die Menschen, die komplett von der Tatsache überrumpelt sind, dass Weihnachten auf den 24.12. fällt. Um einen sehr netten Kunden von mir zu zitieren: "Dat hab isch nit jewusst! Dat hat mir keiner jesagt!"

Dafür hat diese Woche aber auch einiges an Lachern gebracht. So erzählte mir ein Kollege, dass er einen Kater hat, der nur durch die Katzenklappe in der Terrassentür im Wohnzimmer geht, wenn er in Panik ist, z. B. wenn es an der Tür klingelt. Ich würde sagen, dass ist sehr praktisch, falls man mal dieTürklingel überhört, der Kater aber an einem panisch vorbeirennt weiß man, dass Besuch da ist. Das ist schon sehr praktisch!

Da seit Sonntag die Weihnachtszeit nun endgültig vorbei ist, steht morgen auch die große Abholaktion der Weihnachtsbäume an. Das bedeutet aber auch, dass ich es irgendwie schaffen musste den freudig vor sich hinnadelnden Weihnachtsbaum aus meiner Wohnung im dritten Stock durch den recht engen Hausgang auf die Straße zu verfrachten. Weil ich ja aber nun eh schon sehr tollpatschig und schusselig bin, war das fast ein Himmelfahrtskommando. Gut nur, dass ich es doch irgendwie geschafft habe, was wohl aber auch nur daran lag, dass der Baum ungefähr so groß war wie ich. Das hat das Handling doch sehr vereinfacht.

Und nun zum guten Abschluss der Woche muss ich euch noch mein Leid klagen. Ich habe eine Kollegin in der Firma, die es eigentlich fast täglich mit der Menge ihres Parfums übertreibt. Und wir reden hier nicht von einem guten Duft. Wir reden hier von einem sehr herben und fast männlichen Duft, der um sie herum schwebt (einige Kollegen bezeichnen es als "Chanel 666"). Auch noch Minuten später riecht man sie immer noch an einem Ort, selbst wenn sie schon länger nicht mehr dort ist. 

Heute war es wieder so schlimm, dass ich dachte, sie hätte sich am morgen in Aas gewälzt wie eine Hyäne. Selbst nach längerem lüften hat es im Büro immer noch nach ihr "gerochen". Kennt ihr das auch? Gibt es da draußen noch mehr Leidesgenossinnen und -genossen?

Ich werde mir jetzt wohl mal die Decke über die Ohren ziehen und bis Montag durchschlafen.

Euch wünsche ich ein schönes und entspanntes Wochenende.

Tschuss 


Mittwoch, 9. Januar 2013

Jahresabschluss 2012



endlich habe ich es geschafft, meinen Jahresrückblick für euch zusammen zu stellen. Aber besser spät als nie.




EINS: Welches ist das beste Buch, das du 2012 gelesen hast?

Die Bestimmung von Veronica Roth
Dieses Buch habe ich quasi verschlungen. Es ist unglaublich gut geschrieben und hat eine spannende Geschichte mit tollen Charakteren. Es ist wirklich das beste Buch des Jahres 2012 für mich.


ZWEI: Welches ist das schlechteste Buch, das du 2012 gelesen hast?

Romeo für immer von Stacey Jay


"Romeo für immer" war leider eine Enttäuschung für mich. Auch der erste Teil hat mich nicht komplett überzeugen können, aber der zweite Teil ist wirklich nicht gut. Ich war doch sehr froh, als ich damit durch war.
 

DREI: Auf welches Buch hast du dich 2012 am meisten gefreut?

Göttlich verloren von Josephine Angelini

Auf die Fortsetzung der Göttlich-Trilogie habe ich mich sehr gefreut, da mich schon der erste Teil begeistert hat. Und ich wurde nicht enttäuscht.
 
 

VIER: Welches Buch wolltest du 2012 unbedingt lesen, hast es aber nicht geschafft und wirst das daher 2013 nachholen?

Die Blumen des Schmerzes von Brenna Yovanoff

Ich hatte es schon lange auf dieses Buch abgesehen und nun habe ich es schon eine Weile und immer kam mir ein anderes Buch dazwischen. Aber ich hoffe doch sehr, dass ich demnächst dazukommen werde es endlich zu lesen.




FÜNF: Nenne zwei Bücher. Eines von dem du 2012 negativ und eines von dem du 2012 positiv überrascht worden bist!




Eine negative Überraschung war bisher die "Das dunkle Spiel"-Reihe von Lisa J. Smith. Schon den ersten Band fand ich ncith wirklich gut, obwohl sich der Klappentext unglaublich toll angehört hat. Leider wurde ich enttäuscht.
 
"Die unsterbliche Braut" hat mich sehr positiv überrascht. Während der erste Teil aus meiner Sicht nicht ganz so gut war hat mich der zweite Teil wirklich begeistert. Die Story war gut geschrieben und es war, im Gegensatz zu seinem Vorgänger, eine gute Spannung aufgebaut. Eine sehr positive Überraschung.




SECHS: Was war dein Lieblingscover 2012?

Daughter of smoke and bone von Laini Taylor


Das Cover von "Daughter of smoke and bone" hat mir sehr gut gefallen. Das Design hat etwas geheimnisvolles, genau wie das Buch und der Hauptcharakter. Eines der schönsten Cover des letzten Jahres.
 
 
 

SIEBEN: Welcher Autor (egal ob dir bereits bekannt oder nicht) hat sich den Titel Lieblingsautor 2012 deiner Meinung nach verdient?
 
"Ursula Poznanski" ist eine unglaublich tolle Autorin, von der ich im letzten Jahr einige Bücher gelesen habe und ich war fast immer total begeistert davon. Sie ist für mich eine Autorin, deren Bücher ich auch ungesehen kaufen kann und mir keine Gedanken machen muss, ob mir das Buch gefallen wird oder nicht.


ACHT: Welches Buch hatte 2012 den größten Einfluss auf dich?
 
Die Bestimmung von Veronica Roth

Dieses Buch hat mich doch sehr beeinflusst, da ich so sehr wissen wollte, wie es mit Tris und Four weitergeht. Nachdem das Erscheinungsdatum des zweiten Teils bekannt wurde habe ich diesem Tag entgegen gefiebert.
 

NEUN: Welche deiner Rezensionen, hat 2012 das beste Feedback bekommen?
Der Besuch der alten Dame von Dürrenmatt


"Der Besuch der alten Dame" von Dürrenmatt hat einiges an Feedback bekommen, was auch sicherlich daran liegt, dass dieses Buch zur Schullektüre zählt und sich deswegen auch gut diskutieren lässt. Da ich es leider während der Schulzeit nicht gelesen habe, habe ich das jetzt eben nachgeholt.
ZWÖLF: Was war dein Jahreshighlight 2012 Bücher betreffend?



Es ist schwer zu sagen, was mein Jahreshighlight ist, denn es waren einige gute Anwärter dabei. Aber "Die Bestimmung" und "Ready Player One" haben auf jeden Fall zu den Highlights dieses Jahres gezählt.
 
 
BONUS-FRAGE: Was hast du abschließend zum Buchjahr 2012 zu sagen?


Das letzte Jahr war für mich eine wirkliche tolle Erfahrung. Ich habe sehr nette Menschen getroffen, einiges neues gelernt und endlich den Mut aufgebracht meinen eigenen Blog zu schreiben.
 
Es gab sicherlich auch das ein oder andere Schlagloch auf meiner Jahresreise 2012, doch auch solche Erfahrungen muss man machen, um die schönen Dinge im Leben wertschätzen zu können.

Ich freue mich jetzt sehr auf ein neues Jahr mit vielen guten Büchern, tollen Erlebnissen und vielen neuen und alten Freunden.
 
Ich wünsche euch alles erdenklich Gute.
 
Tschuss

Sonntag, 6. Januar 2013

Winterlied







Seiten:
124 Seiten als E-Book

Teil einer Serie?
Nein









Tir ist ein Gaukler und Wanderer. Da der Winter eingebrochen ist sind seine Sippe und er gezwungen Unterschlupf in einer Burg zu suchen. Dort lernt er auch die Tochter des Burgherrn kennen. Doch irgendetwas stimmt mit ihr nicht. Sowohl um sie, als auch um die Burg und die Wanderer gibt es mysteriöse Geschichten. Und schon bald müssen Tir und die junge Ailys feststellen, dass es mehr sind als Gerüchte.



Die Autorin dieses Buches hat mich kontaktiert und gefragt, ob ich nicht Lust hätte eines ihrer Bücher zu lesen und zu rezensieren. Ich habe dann etwas in ihren Werken gestöbert und mich dann auf Grund der Jahreszeit für "Winterlied" entschieden.



Das Cover finde ich wirklich schön. Es strahlt eine gewisse Stimmung aus, die man auch durchweg im Buch wiederfinden kann. Alleine das Cover hat es schon geschafft mich in winterliche Stimmung zu versetzen und mich auf die Geschichte einzustimmen.




Bei den Charakteren habe ich mich doch anfangs etwas schwer getan, da es doch einige sind und zum Teil die Namen nur recht schwer auseinander zu halten waren. Besonders da es sich um Mittelalterliche Namen handelt, ist es schwer einen Überblick zu behalten, wer wer ist und wie wer mit wem zusammenhängt.

Ailys hat mir als Charakter recht gut gefallen. Man kann sich gut in sie hineinversetzten und ich hatte von Anfang an dieses junge zerbrechliche blinde Mädchen vor Augen, die in einem goldenen Käfig sitzt und ein eher tristes Leben führen muss, in dem sie kein Mitspracherecht hat.

Im Laufe der Geschichte erkennt man aber eine deutliche Weiterentwicklung von dem Mädchen, dass sich alles gefallen lässt hin zu einer jungen Erwachsenen, die sich nicht länger belügen und kontrollieren lassen will. Das hat mir gut gefallen.

Tir ist charakterlich auch recht gut beschrieben, allerdings habe ich zu ihm weniger einen Draht gefunden. Er ist von Beginn an stark, mutig und dominant. Allerdings empfinde ich ihn als relativ kühl, wenn es darum geht seine Familie/ Sippe zu verlassen. Man merkt ihm im Bezug darauf kaum Emotionen an, was ich sehr schade finde.

Die restlichen Charaktere sind gut beschrieben doch konnten mich nicht besonders berühren oder fesseln.


Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin hat es schafft mich schon auf den ersten Seiten mit in das Buch zu nehmen. Sie versteht es sehr gut die Umgebung und die Stimmung zu beschreiben, was es sehr leicht man sich die Kulisse des Buches vorzustellen.

Die Geschichte wird aus sich abwechselnden Sichtweisen erzählt, was es stellenweise schwer macht den Überblick zu behalten, wer jetzt eigentlich gerade die Situation erlebt.

Zwischendurch gibt es immer wieder Einschübe, die von einer bis dahin unbekannten Yanna erzählt werden. Auch das hat mich zeitweise etwas verwirrt, denn ich wusste nicht so genau, wer das ist und was diese Einschübe zu bedeutet haben. Erst nach und nach erkennt der Leser, was die Autorin mit diesen Einschüben erreichen will.

Ansonsten lässt sich das Buch sehr schnell und leicht weglesen und hat mir so die Geschichte sehr angenehm gemacht.


Die Grundidee der Handlung finde ich sehr gut und zum größten Teil ist diese auch sehr gut umgesetzt und schlüssig, doch es hat mir deutlich an Spannung und Nervenkitzel gefehlt. So erfährt man zwar, dass in der Burg etwas nicht stimmen kann und das es viele Geheimnisse um die Charaktere gibt, doch die Spannung konnte mich nicht packen.

Sehr gut fand ich allerdings, dass die Geschichte kurz gehalten ist und dadurch unnötige Situationen vermieden wurden, die alles nur unnötig in die Länge ziehen würde.

Das Ende kam etwas überraschend und war recht schnell erledigt, doch zumindest wird man nicht mit einem offenen Ende zurück gelassen, bei dem man schlussendlich nicht weiß, wie alles zu Ende geht.


Alles in allem ist es ein gutes Buch, dass man schnell weglesen kann und dass es geschafft hat mich mit sich in eine winterliche Mittelalterwelt zu nehmen.



Ein ganz großes Dankeschön an Birgit Otten für das Rezensionsexemplar.