Montag, 28. Januar 2013

Kirschroter Sommer







Erschienen:
Dezember 2011 im Schandtaten Verlag


Seiten:
398 Seiten als e-Book


Teil einer Serie?
 Ja, 1. Teil einer Dilogie (bisher)








Emely führt eigentlich ein angenehmes Studentenleben in Berlin. Als dann auch noch ihre beste Freundin Alex ebenfalls nach Berlin zieht scheint alles perfekt zu sein. Leider hat Emely nicht damit gerechnet, dass ihre Alex ausgerechnet zu ihrem Bruder Elyas zieht, den Emely nicht nur über alles verabscheut, sondern mit dem sie auch eine gemeinsame Vergangenheit verbindet.





Ich habe schon sehr viel Gutes über das Buch gehört und war sehr neugierig.Und nach all den Dystopien, die ich in letzter Zeit gelesen habe, war mir doch eindeutig nach einem anderen Thema.



Das Cover hat mir sehr gut gefallen. Das Cover ist relativ schlicht gehalten ohne auf mich langweilig zu sein. Das Cover strahlt eine gewisse Ruhe aus, die mich durchaus in ihren Bann ziehen konnte.



Emely hat mir als Charakter sehr gut gefallen. Sie strahlt eine gewissen Reife und Stärke aus, die mich überzeugen konnte. Ich habe auch einige meiner Charaktereigenschaften in ihr wiedergefunden, was es mir sehr leicht gemacht haben, mit ihr mitzufühlen und nachzuvollziehen, warum sie so denkt und handelt, wie sie es tut.


Zusätzlich handelt es sich bei Emely nicht um eine dusslig grinsende Verliebte, die außer ihren Schwarm an zu himmeln nichts gebacken bekommt. Sie ist vorsichtig und vertraut nicht blind dem, was der Kerl so von sich gibt. Das macht für mich hier Handeln sehr realitätsnah.
 
 
Etwas anstrengend fand ich sie dann aber gegen Ende des Buches, als für mich Elyas Gefühle doch sehr eindeutig waren, ihm das Leben schwerer gemacht hat, als es vielleicht notwendig gewesen wäre.
 
 
Auch ich war beim Lesen sehr auf der Hut vor Elyas. Er hatte zu Beginn eine Art an sich, die für mich sofort klar machte, dass er versucht ein Spiel aus dem Flirt mit Emely zu machen und nichts Gutes im Schilde führt. Gegen Ende hatte ich aber großes Mitleid mit ihm, denn seine Absichten hatten sich deutlich geändert und ich habe ihm durchaus Glauben geschenkt, dass er das, was er sagt ernst meint. Ich konnte wirklich mit ihm mitfühlen und muss sagen, es nötigt mir große Bewunderung ab, dass er nicht aufgegeben hat und weiter um Emely gekämpft hat.

 
Was Emelys beste Freundin Alex angeht bin ich zwiegespalten. Zu Beginn des Buches ist sie mir tierisch auf den Keks gegangen. Wäre es meine beste Freundin, die sich mir gegenüber so rücksichtslos verhält, wären wir nicht mehr lange befreundet geblieben. Alex macht anfangs einen sehr egozentrischen Eindruck und scheint sich so gar nicht für die Gefühle ihrer besten Freundin zu interessieren. Das hat mich etwas aufgeregt. In der zweiten Hälfte des Buches wurde sie mir etwas sympathischer, aber sie war für meinen Geschmack immer noch viel zu sehr von sich selbst eingenommen.

 
Die restlichen Charaktere sind mit viel Liebe zum Details beschreiben und haben zum größten Teil sehr sympathische Züge an sich. Es ist immer spannend den Freundeskreis der Protagonisten kenne zu lernen, denn auch so kann man einen besseren Eindruck des jeweiligen Charakters bekommen.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Er war locken und leicht zu lesen und trotzdem so emotional, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen wollte.
 
 
Es geht in "Kirschroter Sommer" weniger um Action, dafür aber umso mehr um die emotionale Spannung zwischen Emely und Elyas.


Was die Handlung betrifft war ich sehr überrascht, denn das Buch hat es geschafft mich schon auf den ersten Seiten in seinen Bann zu ziehen. Ich war so gespannt, was als nächstes passieren wird, dass es mir jeden Abend schwer gefallen ist, das Buch wieder aus der Hand zu legen. Zusammen mit Emely und Elyas bin ich auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle gegangen, die mich nicht so schnell wieder losgelassen hat.
 
 
Die Grundidee der Geschichte finde ich wirklich toll und zumindest zum größten Teil sehr realistisch. Auch die Umsetzung hat mir sehr gut gefallen, denn ich konnte richtig mit den beiden Protagonisten mitfiebern und habe mehr als einmal sehr gelacht oder erschrocken nach Luft geschnappt.
 
Leider war die Geschichte zum Teil etwas sehr vorhersehbar und ich wusste schon sehr für in der Geschichte, wer hinter dem geheimnisvollen Luca steckt. Damit war auch das offene Ende für mich doch sehr ergreifend. Ich bin wirklich froh, dass ich die Möglichkeit hatte sofort im Anschluss die Fortsetzung zu lesen, um zu wissen, wie es mit Elyas und Emely weitergeht.
 
Ein wirklich tolles und fesselndes Buch, das ich wirklich nur weiterempfehlen kann.



Cover: 5/5
Charaktere: 4/5
Schreibstil: 5/5
Handlung: 4/5



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