Dienstag, 26. Februar 2013

Die Auserwählten in der Brandwüste








 
Die Auserwählten in der Brandwüste


Erschienen:
Juli 2012 im Carlsen Verlag

Seiten:
488 Seiten

Originaltitel:
The scorch trials

Teil einer Serie?
Ja, 2. Teil einer Trilogie






Thomas und seine Freunde sind gerade mal einen Tag aus dem grässlichen Labyrinth entkommen und in Sicherheit, da steht ihnen schon die nächste Prüfung bevor. Sie müssen sich durch eine erbarmungslose Wüste schlagen und werden immer wieder mit neuen Hindernissen konfrontiert, die es zu überwinden gilt. Um den Lichtern einen zusätzlichen Ansporn dafür zu bieten, erfahren sie, dass man sie mit einer tödlichen Krankheit infiziert hat und sie die Heilung nur erhalten, wenn sie innerhalb von 2 Wochen die Brandwüste durchqueren.
Als ob diese Aufgabe nicht schon schwer genug für Thomas wäre, muss er auch noch feststellen, dass es Menschen in seinem Umfeld gibt, die es alles andere als gut mit ihm meinen. Zusätzlich plagen ihn immer neue Träume, die verwirrende Erinnerungen an seine Zeit vor dem Labyrinth offenbaren. Aber was davon ist wahr? Schon bald schwebt er in tödlicher Gefahr.




Der erste Teil "Die Auserwählten im Labyrinth" hat mich total begeistert. Und für mich war klar, dass ich unbedingt wissen will, wie es mit Thomas und den Lichtern weitergeht.



Das Cover ähnelt von der Grundidee dem des ersten Bandes. Auch hier ist wieder ein halbes Gesicht abgebildet.

Sehr gut gefallen hat mir, dass sowohl die Farbe des Covers, der Hintergrund als auch das Gesicht der Person gut zum Titel des Buches passen. Man bekommt eine erste Vorahnung, um was es in diesem Buch gehen wird.




Bei den Charakteren habe ich mich etwas schwer getan. Schon im ersten Band ging es mir so, dass ich irgendwie nicht an Thomas herangekommen bin. Obwohl seine Geschichte recht traurig und mysteriös ist, kann ich nicht mit ihm mitfühlen. Woran das genau liegt kann ich nicht sagen.

Theresa war mir von Anfang an doch recht unsympathisch und das hat sich auch während des 2. Teils nicht geändert. Ich kann einfach ihren Charakter nicht einschätzen und so nicht nachvollziehen, warum sie so handelt.

Einiger andere Lichter haben sehr sympathische Charakterzüge, die mir gut gefallen haben und die mich von Zeit zu Zeit auch zum lachen gebracht haben.

Trotz allem konnten mich die Charaktere aber einfach nicht zu 100 % begeistern und mitreißen. Ab und an gab es mal ein Aufflackern von Emotionalität, die mich minimal berührt hat, aber sonst waren die Charaktere für mich eher platt und nicht wirklich greifbar.


Der Schreibstil ist wie im letzten Buch auch leicht und flüssig. Und inzwischen hat man sich auch an die merkwürdigen Ausdrücke der Lichter gewöhnt. Wirklich schade finde ich aber, dass es an manchen Stellen etwas zu gewollt jugendlich geschrieben ist. Zwar handelt es sich hier um ein Jugendbuch, allerdings hat es sich für mich an manchen Stellen wie gewollt und nicht gekonnt angefühlt.


Ich hatte mich wirklich sehr auf das Buch gefreut, denn der erste Teil hat mich wirklich mitfiebern lassen und mich so in seinen Bann gezogen. Auf ein ähnliches Erlebnis hatte ich auch diesmal gehofft, wurde aber leider enttäuscht.

Zwar gibt es in der Handlung immer wieder Action und es passieren immer wieder Dinge, mit denen man so nicht unbedingt rechnet, leider fehlt aber die Spannung. Ich kann nicht sagen, ob es am Schreibstil liegt, aber ich hatte kein "Spannungs-Herzklopfen" und auch nicht das Gefühl, dass ich jetzt unbedingt die nächste Seite lesen muss.

Ich habe mich manchmal schwer getan, das Buch wieder zur Hand zu nehmen und das ist nun wirklich kein gutes Zeichen.

Gegen Ende gab es dann doch noch eine Stelle, die mich wenigstens im Ansatz emotional berührt hat, allerdings war es das dann aber auch schon wieder.

Zeitweise dachte ich wirklich, dass er Autor eine Liste hat, auf der er aufgeschrieben hat, was er alles an Action ins Buch bringen will und diese dann einfach nur lieblos abgearbeitet hat. Es hat bei vielen Szenen einfach das entscheidende Etwas gefehlt, das nötig gewesen wäre um mich zu fesseln.

Ich hoffe sehr, dass er letzte Teil der Trilogie besser wird, denn sonst wäre ich wohl alles in allem schwer von der Reihe enttäuscht.

Alles in allem ist "Die Auserwählten - In der Brandwüste" für mich ein sehr schwacher zweiter Teil, von dem ich mir deutlich mehr erhofft hatte.



Cover: 4/5
Charaktere: 3/5
Schreibstil: 3/5
Handlung: 3/5



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