Montag, 22. April 2013

Das Labyrinth erwacht




Erschienen:
Januar 2013 im Arena Verlag


Seiten:
407 Seiten als Hardcover


Teil einer Serie?
Ja, 1. Teil einer Trilogie 







Sieben Jugendliche erwachen auf einer weiten Ebene. Sie wissen weder wer sie sind, noch wie sie an diesen unbekannten Ort gekommen sind. Doch schon bald müssen sie erfahren, dass sie Spielfiguren in einer gefährlichen Hetzjagd sind, die nur einen Sieger zulässt.

Sie müssen sich entscheiden. Werden sie zusammen arbeiten, obwohl sie genau wissen, dass es am Ende nur einen Überlebenden geben kann? Die Jugendlichen werden auf eine harte Probe gestellt und müssen ihren Weg durch verschiedene Welten finden, während die Angst ihr ständiger Begleiter ist.




Ich hab "Die Auserwählten im Labyrinth" von James Dashner verschlungen und habe nun auf ein ähnlich gutes Buch gehofft. Besonders gespannt war ich auch, da der Autor ein Deutscher ist und ich gerne wissen wollte, wie sich die Geschichten von einander unterscheiden würden.



Das Cover finde ich ganz nett, aber aus meiner Sicht ist es nichts besonders. Man könnte vielleicht darüber spekulieren, was es mit den Einzelnen Kreisen auf sich hat, aber an sich ist das Cover nicht besonders aussagekräftig.




Die Charaktere haben mir richtig gut gefallen. Obwohl der Autor mit 7 Charakteren sich eine Menge arbeit geschaffen hat, hat er es doch richtig gut geschafft jedem Charakter seine persönlichen Eigenheiten und Verhaltensweisen zu geben und ihn damit zum Leben zu erwecken.

Ich war sehr gespannt auf Mary, denn aus meiner Sicht hatte sie das größte Potenzial sich weiterzuentwickeln und über sich hinaus zu wachsen, was sie auch schon während des ersten Bandes dieser Trilogie eindrucksvoll geschafft hat. Sie hat sich binnen weniger Tag von einem kleinen verwöhnten Prinzeschen in eine tapfere und stärkere junge Frau verwandelt. Auch wenn sie bestimmt noch eine Menge Luft nach oben hat ist ihre bisherige Entwicklung deutlich zu spüren.

Kathy's Charakter hat mir zu Beginn überhaupt nicht gefallen. Sie ist ein manipulatives Biest, das alles tun würde, um ihren Willen zu bekommen und auch nicht davor zurückscheut über Leichen zu gehen, um ihr eigenes Überleben zu sichern. Nichts desto trotz hat mich ihr Sinneswandel gegen Ende des Buches wirklich beeindruckt und berührt. Ich hätte diese Handlungsweise nicht von ihr erwartet.
Mischa, Tian, Jenna und Jeb lernt man zwar kennen, doch bleiben diese Vier während des Buches für mich noch am wenigsten greifbar. Man erfährt zwar etwas über die einzelnen Charaktereigenschaften, trotzdem bleiben diese Vier etwas unschärfer als die anderen.
Léons Charakter fand ich durchaus spannend und auch bei ihm bin ich mir sicher, dass mehr in ihm steckt als der toughe Kämpfer, den er nach außen hin immer gibt. Man hat schon etwas von seiner Gefühlstiefe gegen Ende des Buches erahnen, doch ich denke, auch hier gibt es noch großes Potenzial.



Der Schreibstil war durchaus spannend, auch wenn es zwischendurch nicht ganz so spannungsgeladen war.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sichtweise der einzelnen Charaktere geschildert, was einem einen guten Rundumblick über die Gefühle und Erinnerungen der Einzelnen verschafft. Man lernt so die Charaktere besser kennen, was aber natürlich auch ein Nachteil sein kann. Durch das Kennenlernen baut man eine gewisse Beziehung zu diesen Persönlichkeiten auf und so fällt es immer schwerer zu überlegen, wem man den Sieg und das Überleben mehr gönnt. Vielleicht war das auch der Hintergedanke des Autor bei der ganzen Sache war.
Etwas nervig empfand ich es allerdings, dass uns der Autor reglmäßig darüber aufgeklärt hat, welche Farbe der Schleim hatte, den die einzelnen Jugendlichen ausgespuckt haben. Das sind Informationen, auf die ich doch dann gut verzichten kann.


Die Handlung ist wirklich gut umgesetzt. Die Geschichte ist stellenweise sehr spannend ohne wirklich gestellt zu wirken. Ich finde auch sehr gut zu sehen, was Extremsituationen aus einem Menschen machen können und zu welchen Handlungen man dann fähig ist.
Vieles bleibt während diesen ersten Teils unklar und auf die vielen Fragen, die sich einem während des Lesens stellen bekommen auch nur sehr wenige Antworten. So bleibt die Geschichte spannend und vielversprechend was die Folgebände betrifft.
Ab und an bekommt man eine Vorahnung auf die Ereignisse, die noch folgen könnten, doch das ist glücklicherweise sehr selten der Fall, was alles unvorhersehbar und aufregend macht.
Zwischendurch konnte ich es mir aber nicht verkneifen mit den Augen zu rollen, wenn es um die eigentlich gar nicht so komplizierte Gefühlslage zwischen Jeb und Jenna ging. Das war mir an einigen Stellen etwas zu viel.
Bisher habe ich auch noch nicht ganz nachvollziehen können, warum es sich bei den verschiedenen Welten um ein Labyrinth handeln soll, denn eigentlich muss man sich hier weniger einen Weg durch einen Irrgarten suchen. Das Ziel bzw. der Ausgang ist klar und deutlich makiert und so müssen die Jugendlichen eigentlich "nur" darauf zulaufen. Das hat für mich nicht viel mit einem Labyrinth zu tun. Aber vielleicht bekomme ich ja eine passende Antwort in einem der beiden anderen Teil.

Bei "Das Labyrinth erwacht" handelt sich um ein wirklich gelungenes und spannendes Buch, das durchaus mit der Maze-Runner Trilogie von James Dashner mithalten kann, auch wenn es sich in vielen Dingen komplett unterscheidet.
Der erste Teil der Labyrinth-Trilogie ist auf jedenfall ein Must-Read für alle, die auf Spannung und Nervenkitzel stehen.



Cover: 4/5
Charaktere: 5/5
Schreibstil: 4/5
Handlung: 4/5  




1 Kommentar:

  1. Hallo Sabrina

    Ich habe deinen Blog geben erst entdeckt und ich muss sagen, dein Design gefällt mir sehr gut. Vor allem die blumigen Titel sind toll! :-)

    "Das Labyrinth erwacht" steht schon länger auf meiner Wunschliste und ich möchte es unbedingt noch lesen.

    lG Favola

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