Dienstag, 2. April 2013

Eve und Caleb - Wo Licht war



Erschienen:
Januar 2013 im Loewe Verlag
Seiten:
299 Seiten als Taschenbuch
Originaltitel:
Teil einer Serie?
Ja, 1. Teil einer Trilogie








Eve führt ein sehr behütetes Leben in einem Internat. Dort hat sie Freunde und ist die Jahrgangsbeste. Doch bald muss sie herausfinden, dass sie und ihre Mitschülerinnen von der Regierung zu einem schrecklichen Leben gezwungen werden sollen.
So hatte sich Eve ihr Leben nicht vorgestellt und so flieht sie eines Nachts aus der sicheren Schule hinaus in eine dystopische Welt, in der man auf sie Jagd macht. Die einzige Chance zu überleben ist einem völlig Fremden zu vertrauen. Doch auch in der vermeintlich sicheren Zuflucht sieht sich Eve bald mit Problemen konfrontiert und ist erneut gezwungen zu fliehen. Wird sie je die sichere Zuflucht Califia erreichen?



Ich habe mir dieses Buch gekauft, weil ich doch einige positive Rezensionen darüber gelesen habe und neugierig war, was dahinter steckt.



Das Cover finde ich ganz hübsch, wenn auch nicht wirklich besonders oder einfallsreich. Man könnte vielleicht vom Cover auf den Schauplatz der Geschichte schließen, doch ansonsten ist das Cover wenig aussagekräftig.


 
Die Autorin hat es mir mit diesen Charakteren nun wirklich nicht einfach gemacht, denn ich habe es nicht geschafft auch nur zu einem von ihnen eine besondere Bindung aufzubauen.

Eve ist ein reifes und intelligentes Mädchen, das große Zukunftshoffnungen und -pläne hat und muss dann doch feststellen, dass die Welt nicht ganz so funktioniert, wie sie es sich vorgestellt hat. Sie ist eine Waise, die ihre Mutter während einer furchtbaren Epidemie verloren hat. Von der Regierung wurde sie danach dann auf das Internet geschickt.

Trotzallem hat mich Eve doch manchmal etwas enttäuscht, da sie zeitweise einfach zu unsicher und zu naiv an manche Sachen herangegangen ist. Zwar kann man ihr ihre Unerfahrenheit nicht grundsätzlich anlasten, aber ich glaube, ihr ist zeitweise der Ernst der Lage nicht ganz klar. Ich könnte jetzt auch nicht behaupten, dass sie sich während des Buches großartig weiterentwickelt hätte, was sehr bedauerlich ist.

Caleb ist ein Rebell, der mit einer Gruppe von geflohenen Jungs aus einem Arbeitscamp zusammenlebt. In vielen Aspekten ist Caleb der typische Rebell mit Herz. Leider an manchen Stellen etwas klischeemäßig.

Ich bin mir aber nicht sicher, ob mir Caleb sympathisch ist oder nicht. Er ist mir zeitweise etwas zu undurchschaubar. Man erfährt etwas über seine Vergangenheit und doch hat er es nicht geschafft, es für mich glaubwürdig und greifbar rüber zu bringen. Er riskiert zwar mehr als einmal seine Gesundheit und sein Leben für Eve (obwohl er zu Beginn der Handlung gar nicht kennt) und trotzdem kam, was ihr betrifft kaum Emotion meinerseits bei mir auf.

Was Arden betrifft bin ich mir nicht ganz sicher. Sie ist von Anfang an eine Kämpferin und nicht so naiv, wie Eve es ist. Sie scheint einen besseren Blick auf die Welt und was darin vorgeht zu haben. Manchmal ist sie mir aber doch auf die Nerven gegangen, weil sie einfach nicht in der Lage zu sein schien irgendwelche menschlichen Emotionen zu empfinden oder darauf zu reagieren. Im Laufe der Handlung hat sich das jedoch weitest gehend geändert und so war sie mir zum Schluss deutlich sympathischer als zu Beginn. Trotzdem wird sie wohl nie zu meinen Lieblingscharakteren gehören.
 
Es hat auch nicht gerade zu ihrer Beliebtheit beigetragen, dass die zu Beginn die ganze Zeit lügen über ihre Familie und das Leben dort erzählt hat.
 
Die restlichen Charaktere habe ich am Rande wahr genommen, aber es gab keinen, der mir besonders im Gedächtnis geblieben wäre.


Die Geschichte wird aus Eve's Sicht erzählt und erlaubt uns so, die Gefühle und neuen Erfahrungen zusammen mit ihr zu erleben.
Trotzdem ist es mir doch manchmal schwer gefallen das Buch wieder zu Hand zu nehmen und weiter zulesen, was daran lag, das es aus meiner Sicht dem Buch total an Spannung gefehlt hat bzw. die Geschichte so geschrieben war, dass die Spannung bei mir nicht ankam und ich manchmal etwas gelangweilt war und auf etwas Action gehofft habe.


Die Handlung hat mich nicht wirklich überzeugen können. Die Grundidee erinnerte mich ein wenig an eine Mischung aus "Neva" von Sara Grant und "Pandemonium" von Lauren Oliver. Es ist eigentlich schade, denn sonst lese ich sehr gerne Dystopien und auch wenn man nicht immer wieder das Rad neu erfinden kann, hatte ich doch auf etwas innovatives gehofft, das mich begeistern kann.
Wie schon erwähnt hat mich die Handlung nicht in Aufregung versetzten können und war an vielen Stellen viel zu flach und einfallslos. Außerdem gab es auch einige Handlungen, die für mich irgendwie unrealistisch waren, das mir das Lesen nun auch nicht gerade einfacher gemacht hat.

Ich befürchte auch, dass ich mir während der Fortsetzung die meiste Zeit Eve's Schuldgefühle "anhören" müsste und darauf kann ich dann doch verzichten, denn es macht wahrscheinlich vieles an der Handlung vorhersehbar.
 
Das Ende fand ich ganz in Ordnung und hatte tatsächlich einen Anflug von Emotion für mich, allerdings hat es das Buch nicht geschafft mich zu überzeugen und so bin ich mir nicht sicher, ob ich denn tatsächlich auch die Fortsetzungen lesen werde.

Alles in allem handelt es sich um einen eher mittelmäßigen Einstieg in eine dystopische Trilogie, die mich nicht komplett überzeugen konnte.


 Cover: 4/5
Charaktere: 3/5
Schreibstil: 3/5
Handlung: 3/5










Eve und Caleb -Wo Licht war (Eve)
Once (engl. bereits erschienen)
Rise (engl. erscheint im April 2013)





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